Self-Contained Systems – Ein neuer Weg, um komplexe Anwendungen beherrschbar zu machen?

Modularität: Schon immer gewollt und selten erreicht – Sind Micro-services und Self-Contained Systems der Durchbruch? (Dr. Matthias Naab – Fraunhofer IESE)

Auf Grund der stetig wachsenden Größe von Software wird Modularität immer noch wichtiger, um Herr der Lage zu bleiben. Trotzdem hat man in der Praxis selten das Gefühl, dass Modularität wirklich erreicht wurde oder gar dauerhaft erhalten bleibt. Dieser Vortrag blickt auf zahlreiche Entwicklungs- und Renovierungsprojekte zurück, in denen auf Modularität hingearbeitet wurde. Er nimmt Modularität, die Ziele dahinter und die Probleme bei der Erreichung unter die Lupe. Microservices und Self-Contained Systems verdienen dabei als jüngste Hoffnungsträger hinsichtlich Modularität besondere Beachtung.

Self-Contained Systems richtig schneiden – mit Hilfe von Domain Driven Design (Harald Westphal – Kühne + Nagel (AG & Co.) KG)

Im Zuge von Micro-Service-Architekturen und Self-Contained Systems rückt auch der Ansatz des Domain Driven Design (DDD) wieder verstärkt ins Interesse der Entwicklergemeinde. DDD-Konzepte z.B. Bounded Context können dabei helfen, innerhalb einer komplexen Domäne sinnvolle fachliche Grenzen für Self-Contained Systems zu finden. Der Vortrag stellt die Grundlagen des Domain Driven Design vor und erläutert, wie dessen Ansätze genutzt werden können, um eine sinnvolle Systemarchitektur zu entwickeln. Best Practices aus dem echten Projektalltag zeigen, wie sich die Ideen des DDD konkret mit Hilfe eines Spring-basierten Technologie-Stacks umsetzen lassen.

Continuous Delivery Skalierung in Zalando Tech: vom Datacenter zur Cloud (Lothar Schulz – Zalando SE)

In dieser Präsentation wird aufgezeigt wie das Team erfolgreich von einer zentralistischen Continuous Integration Infrastruktur zu einer verteilten Continuous Integration Infrastruktur migrierte. Er wird Erfahrungen über den ursprünglichen Python basierten Ansatz weitergeben sowie CloudLobster, eine API zum Managen und Ausrollen von Continuous Integration Servern vorstellen. Erfahrungen, Learnings und Herausforderungen bei dieser Umstellung werden ebenfalls Teil des Vortrages sein.

Sanierung einer havarierten zeitkritischen Webanwendung durch Neustrukturierung in Self-Contained Systems (Roland Majchszak – adesso AG)

Eine neu eingeführte Webanwendung im Finanzbereich hat strenge Vorgaben zum Antwortzeitverhalten, die nicht gehalten werden können. Die Anwendung muss umstrukturiert und teilweise neu entwickelt werden, um den Last- und Performanceanforderungen zu genügen. Eine Aufteilung in kleinere, aber performantere Self-Contained-Systems erlaubt die abschnittsweise Sanierung der Anwendung. Der Vortrag zeigt mit welchen architektonischen Umbaumaßnahmen dies erreicht werden kann.

Migration zu Microservices und Self-Contained Systems: Ein Paradigmenwechsel auch für die Persistenz (Holger Knoche – b+m Informatik AG)

Microservices und Self-Contained Systems (SCS) sind eine vielversprechende Möglichkeit, bestehende Softwaresysteme zu modernisieren und beispielsweise deren Wartbarkeit oder Skalierbarkeit zu verbessern. Ein Aspekt, der bei Überlegungen zu einem solchen Vorhaben oftmals übersehen wird, ist die Auswirkung auf die Persistenz. Eine grundlegende Eigenschaft von Microservices ist jedoch die eigenständige Datenhaltung der Services, die dem insbesondere in betrieblichen Anwendungen verbreiteten Paradigma der zentralisierten und integrierten Datenhaltung diametral gegenübersteht. Dieser Paradigmenwechsel bedingt grundlegende Veränderungen am Design der Anwendungen, da beispielsweise ACID-Transaktionalität nur noch in eng begrenzten Kontexten realisierbar ist. Dieser Vortrag stellt zunächst Gründe und Hindernisse für die Migration bestehender Anwendungen zu Microservices und SCS vor. Im Zuge dessen werden die Ergebnisse der Umfrage, die im Rahmen des Treffens der User Group im April durchgeführt wurde, vorgestellt. Im Anschluss werden anhand von Beispielen aus der Praxis die Herausforderungen des Paradigmenwechsels in der Persistenz aufgezeigt und Muster zum Umgang mit diesen Herausforderungen erläutert.

Ansprechpartner

Hanna Mehling, Veranstaltungsmanagerin
Bild von Hanna Mehling

Downloads