16. Arbeitstreffen - 29./30. September 2016

Wie selbstorganisierte Teams produktiv werden – und was Agilität dazu beitragen kann

Marianne Spiel – Lebensversicherung von 1871 a. G. München (VVaG):
Gelebte Agilität bei der LV 1871

Die gesamte IT der LV 1871 wurde 2013 auf Scrum/XP-Teams umgestellt und die Zusammenarbeit von Projekten und IT-Teams über eine PL/PO-Runde neu organisiert. Kolleginnen und Kollegen wurden zu Product Ownern und Scrum Mastern ernannt, es gab einiges an Änderungen welche Meetings es gibt und wer sie besucht, die Nutzung von Tools wie Jira und Confluence hat sich deutlich intensiviert. XP Praktiken waren schon seit 2005 im Einsatz, regelmäßige Coding Dojos kamen jetzt neu dazu, die Nutzung von automatischen Codeanalyse Tools wurde fortgesetzt/ausgebaut.

Bärbel Winkemann und Thorsten Wald – Generali Deutschland Informatik Services GmbH:
Historie des agilen SE-Projektes CTV / Workflow in der GDIS

Unterschiedliche agile Projekte nehmen die unterschiedlichsten Verläufe. Wir haben vor fünf Jahren begonnen und es gibt uns immer noch… Wir wollen zeigen, wie wir uns entwickelt haben, mit welchen Rahmenbedingungen wir kämpfen und welche Vorteile wir aus der agilen Vorgehensweise ziehen.

Thomas Auinger – ByteConsult GmbH:
Ein Dienstleister wird agil – Erfahrungsbericht

Als ein Beratungsunternehmen mit integrierter Software-Entwicklung haben wir bei der Einführung eines agilen Projektmanagements mehrere interessante Phasen durchlaufen. Wir berichten über die Schwierigkeit und Lösungskonzepte, ein agiles Modell in der Zusammenarbeit mit einem Großkonzern zu leben. Und wie wir (nach Abschluss des Großprojekts) unsere agile Methode auf jegliche Arbeit im Team ausgedehnt haben.

Wolfram Müller – VISTEM GmbH & Co. KG:
Theory of Constraints

International bekannt aus dem Buch "The Goal" von Goldratt beschreibt die Theory of Constraints den Ansatz zur Identifizierung der limitierenden Faktoren in einem System. Wirtschaftliche Systeme bestehen aus Elementen, die in gegenseitiger Wechselwirkung miteinander stehen und sind nur erfolgreich, wenn sie wachsen. Diese Theorie befasst sich dabei mit dem Engpass dieser Systeme, an dem sich die gesamte Leistungsfähigkeit orientiert. Erst wenn es gelingt, den limitierenden Faktor übergreifend zu optimieren, lässt sich eine Verbesserung des Durchsatzes erreichen. Wolfram Müller, ein renommierter und langjähriger Experte auf dem Gebiet des Critical-Chain Projektmanagements, wird die Grundprozesse des Vorgehensmodells erläutern und durch praxisnahe Lösungsmethoden aufzeigen, wie mit einfachen Schritten erste Erfolge erlangt werden können.

Open Space: Was bringt agile Teams zum Arbeiten?

Dieter Rösner – VECTIS Partner Nürnberg:
Agile Selbstorganisation und laterale Führung

Agilität, Selbstorganisation und Führung sind aktuelle und heiß diskutierte Themen, die in diesem Vortrag in ihrem Zusammenhang reflektiert und differenziert bearbeitet werden. Selbstorganisationsprozesse sind hoch komplex und brauchen Zeit und Raum für Entwicklung und Lernen auf verschiedenen Ebenen. Ausgehend von der Aussage, dass agile Selbstorganisation Führung braucht, wird Dieter Rösner, Trainer und Coach für Team-, Unternehmens- und Führungsentwicklung, die sechs zentralen Elemente agiler Selbstorganisation fundiert darstellen und konkrete Handlungsimpulse für laterale Führung (wie Scrum Master, Product Owner, Projektleiter) im agilen Kontext vorschlagen. Dabei werden sowohl systemische, neurowissenschaftliche, psychologische Theorieansätze sowie auch konkrete Praxiserfahrungen in den Vortrag einfließen.

Lisa Zenker – borisgloger consulting GmbH:
Retrospektive mal anders

Schon Nonaka und Takeuchi sprechen 1986 in ihrer veröffentlichten Schrift "The New New Product Development" von inkrementellen Verbesserungen in allen Bereichen der Unternehmung. Auch Kaizen, ein Prinzip des Lean Development, greift die kontinuierliche Verbesserung auf. Im Scrum gibt es dafür die Retrospektive, eines der 6 Meetings im Framework. Hier nehmen wir uns Zeit, um Feedback an den Prozess, z. B. Kommunikation, Zusammenarbeit, Technologie, Skills, etc. zu geben. Die Retrospektive ist somit eines der mächtigsten Instrumente eines ScrumMasters das eigene Team in die Reflexion zu begleiten, Potenziale der Verbesserung sichtbar zu machen und eine gemeinsame Arbeitsbasis zu schaffen. Lisa Zenker wird ihren Methodenkoffer hierzu öffnen und mehrere Wege aufzeigen, dieses Meeting konstruktiv zu einem wertvollen Ergebnis zu führen und es durch kleine Tipps und Tricks zu einem richtigen Erlebnis zu machen.

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Ansprechpartner

Hanna Mehling, Veranstaltungsmanagerin
Bild von Hanna Mehling