15. Arbeitstreffen - 5./6. April 2016

Mobile Anwendungen testen

Christian Mitschke und Stefan Schorr – BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland:
Testmanagement und Qualitätssicherung mit verteilten agilen Teams – Die Entwicklung der mobilen Apps der Consorsbank

Die mobilen Apps der Consorsbank für iOS und Android werden, wie alle anderen digitalen Front-Ends auch, in agilen Teams entwickelt. Die Besonderheit dabei ist die App-Entwicklung mit verteilten Teams in Deutschland und Indien. Nur durch konsequente Verbesserung unserer Testverfahren, insbesondere Entwicklertests, manuelle und automatisierte Abnahmetests, konnten wir unsere hohen Ansprüche an Qualität und Stabilität unserer Apps erfüllen.

Claudia Simsek-Graf – viadee Unternehmensberatung GmbH:
Testen mobiler Applikationen – ein Erfahrungsbericht

Das Bereitstellen von mobilen Applikationen für unterschiedliche Geräte und Betriebssysteme stellt eine große Herausforderung für die Entwicklung, den Betrieb und die Qualitätssicherung dar. Allein die Tatsache, dass es fast so viele unterschiedliche Displays wie Endgeräte gibt, erfordert angepasste Entwicklungsframeworks und Testverfahren. Zum Testen von mobilen Anwendungen gibt es viele Möglichkeiten; wie z. B. Simulatoren zu nutzen, in Testlabore zu gehen oder in der Cloud zu testen.

Leif Janzik – adesso mobile solutions GmbH:
Bewusste Auswahl von Testgeräten

In vielen Fällen wird die Fragmentierung des mobilen Endgeräte Marktes, als die größte Herausforderung beim Testen mobiler Lösungen betrachtet. Die Automatisierung der Testfälle verspricht kostengünstig auf "allen" Endgeräten testen zu können, beim manuellen Testen beschränkt man sich hingegen oft auf (zu) wenige Testgeräte um den Aufwand in einem beherrschbaren Rahmen zu halten. In beiden Fällen findet meist nur selten eine wirklich bewusste Endgeräteauswahl statt. In meinem Vortrag möchte ich Möglichkeiten und Techniken vorstellen wie man eine bewusste und begründete Auswahl an Testgeräten für das jeweilige Projekt zusammenstellen kann.

Michael Heller und Nils Röttger – imbus AG:
Session Based Testing als Testentwurfsmethode im Mobile Testing

The future is not mobile – mobile is now. Mobile ist das neue "Normal".

Mobilgeräte haben in Ihrer Marktbedeutung einen kometenhaften Aufstieg hinter sich, und ein Ende ist nicht abzusehen. Unter anderem hat Google 2015 seine Suchstrategien angepasst, und bewertet Webseiten auf mobilen Endgeräten anders. So mancher steht nun vor der Frage: wie schlägt sich der für Desktops optimierte Web Shop unter den neuen Bedingungen?
Der rasante Wandel spiegelt sich natürlich in den Erwartungen wieder, die ans Testen gestellt werden müssen. Wenig Fehler übrig lassen und funktionale Richtigkeit bilden den Grundstock soliden Testens. Aber einer Suppe, die schon satt macht, kann trotzdem das Salz fehlen. Nicht nur in agilen Projekten und für mobile Anwendungen bieten explorative Tests eine leichtgewichtige Möglichkeit, Benutzbarkeit oder andere nichtfunktionale Kriterien ins Rampenlicht zu stellen. Der Vortragsteil zeigt in Theorie und über Einblicke in konkrete Testprojekte, wie session based (sitzungsbasiertes) exploratives Testen und Testquadranten helfen können. Ziel muss es sein, solide Teststrategien umzusetzen, in denen die nicht funktionalen Tests angemessen berücksichtigt sind.

Timo Euteneuer – TestObject - Mobile Testing - GmbH:
Wie sich mit Testautomatisierung das App-Chaos meistern lässt

Jeden Tag kommen neue mobile Apps auf den Markt. Allerdings verschwinden auch täglich Apps vom Markt, weil sie ihre Nutzer nicht zufrieden stellen. Ein Weg, um dies zu verhindern, ist eine angemessene Qualitätssicherung in der App-Entwicklung. Diese umfasst insbesondere eine Teststrategie, die der Komplexität des Mobile-Umfelds gerecht wird. Dafür spielen insbesondere Testautomatisierung sowie eine Integration der der Qualitätssicherung in den agilen Entwicklungsprozess eine wichtige Rolle. Hannes Lenke hat sich mit seinem Unternehmen TestObject auf Mobile Testing spezialisiert. Er teilt seine langjährige Erfahrung und will neueste Entwicklungen im Mobile-QA-Umfeld mit Ihnen diskutieren.

Exploratives Testen: Einsatzgebiete, Methoden, Tools

Prof. Dr. Mario Winter – Technische Hochschule Köln:
Exploratives Testen "hands on"

Exploratives Testen bedeutet erfahrungsbasiertes, gleichzeitiges und hoch-iteratives Planen, Entwerfen, Durchführen und Auswerten von Tests. Unvorbereitet eingesetzt führt dies oft zum "testing by poking around" - die Schwierigkeit ist dann, dass man nicht genau weiß, in welchen Bereichen und wie gut die Anwendung wirklich getestet wurde. Richtig durchgeführte explorative Tests führen hingegen gezielt zu nachvollziehbaren Informationen über die aktuelle Qualität des Produkts und sind eine hervorragende, fast unabdingbare Ergänzung zu herkömmlichen Testverfahren.
In diesem aktivierenden Vortrag lernen Fachtester die wichtigsten Grundlagen "richtiger" explorativer Tests. Das Wissen wird vollständig praxisnah vermittelt und in kleineren Gruppenübungen angewendet. Nach dem Vortrag sind sie in der Lage, die Einsatzmöglichkeiten explorativer Tests in ihrem Umfeld abzuschätzen und erste explorative Tests durchzuführen.

Dr. Valentin Dallmeier – Testfabrik AG:
Exploratives Testen von Webanwendungen – Ein Fall für die Maschine?

Exploratives Testen wird in der Praxis häufig in Kombination mit einem risikobasierten Testansatz eingesetzt, um den manuellen Aufwand zu minimieren. Automatisierte Werkzeuge können hier helfen, den Testaufwand weiter zu reduzieren. Intelligente Agenten wandern über Webseiten und können dort nach vordefinierten Fehlern und Abweichungen suchen. Wir zeigen anhand praktischer Beispiele, wie unser Agent webmate Seiten nach Layout-Fehlern und Netzwerk-Problemen absucht.

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Ansprechpartnerin

Yvonne Weißflog, Veranstaltungsmanagerin
Bild von Yvonne Weißflog