17. Arbeitstreffen - 28./29. März 2017

Der Dreiklang der Agilität: Architektur, Innovationen & Festpreis

Christof Stromberger – Denovo GmbH:
Der Agile Festpreis - Die Anleitung zur Projektzufriedenheit

Agile Entwicklungsmethoden werden in der Softwareentwicklung zur Regel. Traditionelle Festpreis-Verträge stoßen dabei an ihre Grenzen. 60% aller IT Projekte werden als gescheitert eingestuft. Dabei überziehen große IT Projekte oft ihre Budgets um bis zu 400% und liefern dabei nur 25% der gewünschten Funktionalität. Dazu kommt noch, dass die Spezifikation eines Projektes während der Laufzeit sich empirisch um 3% pro Monat ändert. Die Basis um auf diese dynamischen Anforderungen flexibel reagieren zu können sind agile Entwicklungsformen wie SCRUM. Die bestehenden Vertragsmodelle stoßen bei der Dynamik von komplexen Projekten an ihr Limit. Abhilfe dagegen schafft der Agile Festpreis-Vertrag. Dieser bildet die Grundlage zur agilen Umsetzung komplexer IT Projekte mit fixen Budgetvorgaben. Wie man auf dieser Basis selbst für/und Konzerne/n erfolgreich Softwareprojekte liefert, wird Ihnen hier hautnah erklärt! Holen sie sich eine Anregung, um auch Ihre schwierigen IT Projekte wieder auf den richtigen Pfad zu bringen.

Eberhard Wolff – innoQ Deutschland GmbH:
Architekturen für Agilität – Microservices und Self-contained Systems

Microservices sind der aktuelle Hype in der Software-Architektur-Szene. Sie haben einen breiten Einsatzkontext: Einzelne Entwickler und kleine Teams nutzen sie wegen ihrer Skalierbarkeit und des einfachen Deployment. Große Teams ermöglicht die Unabhängigkeit der Microservices eine parallele Entwicklung mit wenig Overhead. Gerade für große, komplexe Projekte nutzen Self-contained Systems Ideen aus dem Microservice-Kontext, um agile Software-Entwicklung auch in der Architektur zu unterstützen. Der Vortrag erläutert Microservices und Self-contained Systems und ihre Vor- und Nachteile gerade bezüglich Agilität..

Ilker Cetinkaya – CHECK24 Vergleichsportal:
Innovation mit Agilität

Agile Entwicklungsmethoden wie z.B. Scrum und Innovation scheinen untrennbar miteinander verbunden zu sein. Doch in der Praxis bleibt die Innovation oftmals auf der Strecke, obgleich man mit ideenreichen Product Ownern und einem eingespielten Team arbeitet. Dieser Vortrag geht darauf ein, wie man in existierenden Produkt- und Projektumfeldern systematisch Innovation fördern und vorantreiben kann. Hierbei wird nicht nur einfach auf Lean- und Design-Thinking-Methoden verwiesen, sondern mit klaren, strukturierten Methoden aus der Praxis untermauert. Mit den Mitteln des agilen Werkzeugkoffers, als auch mit Handlungssträngen der Organisationsentwicklung und Kybernetik. Der Vortrag ist mit Praxisbeispielen hinterlegt und schließt mit einer Speed-Case-Analyse zu Innovationsprozessen und –Hindernissen..

Maarten de Klerk – viadee Unternehmensberatung GmbH:
Flexibilität in der Entwicklung trotz festem Projektbudget – Ein Praxisbericht

Bei der Angebotserstellung und Projektvorbereitung für die Entwicklung einer individuellen Softwarelösung stand das Team der viadee vor der Herausforderung, einerseits dem Management eine möglichst hohe Sicherheit im Sinne eines Festpreises bzw. Werkvertrages zu bieten und andererseits möglichst flexibel auf aktuelle und geänderte Kundenwünsche einzugehen. Dazu haben wir uns für eine hybride Projektorganisation mit einer agilen Entwicklung in einem traditionellen Projektrahmen entschieden. Zur Halbzeit des Projektes werden wir ein erstes Fazit zur Vertragsgestaltung, Projektorganisation und Vorgehen in der Entwicklung präsentieren.

Madelaine Danzke – IKB Deutsche Industriebank AG:
Impulsvortrag - Retromuffel überzeugen durch „Retrospektive mal anders“? - Ein Erfahrungsbericht

In der IKB AG wurde Ende 2012 die agile Softwareentwicklung durch einen externen agilen Coach eingeführt. Mit ihr kamen auch die Retrospektiven. Zu Beginn mit Skepsis betrachtet, wurden sie doch recht schnell zu einer akzeptierten Methode, Erfolge und Probleme zu reflektieren und an diesen zu wachsen. Nach Wegfall des agilen Coachs gab es niemanden mehr, der sich in eine Scrum-Master-ähnliche Rolle begeben hat oder begeben konnte, worunter auch die Qualität der Retrospektiven litt. Es wurden weniger Probleme angesprochen oder nachhaltige Maßnahmen getroffen. Die Retrospektiven wurden lästig und teilweise abgeschafft. Durch das, was wir beim 16. Arbeitstreffen aus dem Beitrag „Retrospektive mal anders“ lernen und mitnehmen konnten, will ich an einer unserer Retrofaulen Gruppe erproben, ob uns das hilft, die Retrospektiven zu dem zu machen, was sie mal waren.

Open Space: Was brauchen agile Teams um zu liefern?

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Ansprechpartner

Hanna Mehling, Veranstaltungsmanagerin
Bild von Hanna Mehling