18. Arbeitstreffen - 19./20. September 2017

Agile Unternehmensführung mit Scrum, Kanban & OKR

Sylvie Löffler & Andreas Mönch – Saxonia Systems AG
Agiler Strategieprozess – Langfristige Unternehmensziele flexibel erreichen

Aus der Erfahrung unserer agilen Softwareentwicklungsteams haben wir ein agiles Vorgehen zur Operationalisierung strategischer Ziele etabliert. Das Vorgehen setzt auf gängigen Management Werkzeugen wie der Strategy Map auf, um ausgehend davon die Strategieentwicklung und –umsetzung in 4-monatigen Strategie-Sprints abzubilden. Innerhalb der Sprints werden strategische Initiativen von interdisziplinären Teams, bestehend aus Mitarbeitern verschiedener Bereiche, umgesetzt. Aller 14 Tage wird über den Status der Initiativen im Rahmen eines unternehmensweiten verteilten Standups mit Hilfe unseres digitalen Taskboards berichtet. Reviews und Retrospektiven sind weitere Elemente, die uns dabei helfen, ständig besser zu werden. Wir haben es mit unserem Vorgehen geschafft, mehr Transparenz zu schaffen und so unsere Mitarbeiter schrittweise auf die spannende Reise unserer Veränderung mitzunehmen. Mittlerweile können Sie die Entwicklung des Unternehmens aktiv durch die Mitarbeit in strategischen Initiativen mitgestalten. Der agile Strategieprozess ist unser Motor zur Transformation von Kultur und Organisation hin zur Vision 2020 und Mitarbeiter die WOLLEN, starten den Motor und halten ihn am Laufen.

Dr. Mirko Haase – DB Systel GmbH (Deutsche Bahn)
"Code Zukunft“ – Umbau eines Unternehmens in eine agile selbst-organisierte Netzwerkorganisation

DB Systel als IT-Unternehmen des DB Konzerns sucht ihren Platz in einem zunehmend digitalisierten DB Konzern. Der Schock war groß, als die Diskussion über Digitalisierung im Konzern begann aber DB Systel dabei nicht erwähnt wurde. Dieser Weckruf führte dazu, dass ein Ruck durch das gesamte Unternehmen ging. DB Systel hat verstanden, dass es bei der Digitalisierung um mehr als ein paar Anpassungen in der IT geht und positioniert sich zukünftig als Value Partner für den DB Konzern. Um diese Neupositionierung zu erreichen, wurde - in Anlehnung an J.P. Kotter - eine breite bottom up Bewegung in Gang gesetzt, die von der Art der Wertschöpfung bis hin zur Unternehmenskultur alles in Frage gestellt hat. Ein Ergebnis war die Notwendigkeit, sich in Richtung neue Arbeitswelten zu öffnen. Mittlerweile geht das Unternehmen zielgerichtet seinen Weg in eine agile, selbstorganisierte Netzwerkorganisation und lernt jeden Tag dazu...

Hannes Albrecht – albright
Agil führen wie bei Google – wie geht´s und was hängt damit zu-sammen?

Die Geschäftswelt dreht sich immer schneller und hat deutliche Auswir-kungen auf Führung und Kompensationsmodelle. OKR (Objectives & Key Results) ist als agiles Führungsinstrument von Google bekannt geworden. Was steckt dahinter und vor allem - was hängt damit alles zusammen?

Lisa Zenker – Boris Gloger Consulting GmbH
Workshop Tag 1: „Eine agile Organisation – Zutaten und Erfolgsrezepte“

- Themensammlung (durch Teilnehmer)
- Plenum
- Mehrere parallele Kleingruppen, ca. 1-3 Sessions (á 30 min.)
- Galery Walk durch die erarbeiteten Ergebnisse

Dr. Klaus Leopold – LEANability GmbH
Workshop Tag 2: Schiffe bauen und was das mit Lean Business Agility zu tun hat

Exklusiver Kanban-Workshop mit dem Kanban-Pionier!
Wenn man in Richtung hoher Team-Performance optimiert, bekommt man hohe Team-Performance. Das klingt ja super! Ist es aber leider nicht. Hohe Team-Leistung führt zu geringer System-Leistung was zur Folge hat, dass die Leistung dem Kunden gegenüber abnimmt. Das ist nicht so gut, denn unterm Strich werden die Gehälter vom Kunden bezahlt und nicht von hoch performanten Teams.
Im ersten Teil des Workshops werden wir mit einem Experiment heraus-finden, was es bedeutet, in Systemen und nicht in Teams zu denken.
Im zweiten Teil des Workshops werden wir die Erfahrungen aus dem Experiment in die Praxis übertragen. Das passiert anhand eines konkreten Beispiels, wie in einem Unternehmen mit ca. 80 Teams die Business Agilität erhöht wurde.

Stefan Riemert – SV Informatik GmbH
Erfahrungsbericht zur Einführung von SCRUM in die Versicherungs-informatik

Der Vortrag soll einen Einblick geben in die Aufgaben die uns bei der Einführung von SCRUM in die Softwareentwicklung begleitet haben. Es wird über die Erfahrungen mit der Veränderung und notwendigen Neuausrichtung in der Entwicklung berichtet. Hierbei wird skizziert woher wir kommen und wohin uns die Agilität führen könnte. Themen wie notwendige Mitarbeiterausbildung, Einbindung der fachlichen Ansprechpartner und auch Betriebsrats relevanter Themen werden kurz dargestellt.

Marianne Spiel – Lebensversicherung von 1871 a. G. München (VVaG)
Die Schlachtplan Konferenz - Big Room Planning bei der LV 1871 zur Erstellung einer 4-Monatsplanung

Wie synchronisiert man 10 Scrum Teams mit insgesamt ca. 50 Entwicklern? Unsere Idee:
- früher: Ressourcen Planung mit klassischem Multi Projekt Manage-ment
- jetzt: Planung auf operativer Ebene - Big Room Planning mit allen Scrum Teams und Projektleitern
Welche Vorteile erleben wir oder erhoffen wir uns?
- Projekt und Aufgaben in den Teams werden durchgängig priorisiert
- es gibt frühe Transparenz was als „schaffbar“ eingeschätzt wird
- die Abhängigkeiten zwischen den Teams sind frühzeitig bekannt

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Ansprechpartner

Hanna Mehling, Veranstaltungsmanagerin
Bild von Hanna Mehling